Kosten: Was kostet ein Anwalt im Erbrecht?


Fachanwalt Gerhard Ruby

Es kommt wie immer darauf an. In der Regel geht es mit einer Erstberatung für 190 Euro los.

Erstberatung für 190 Euro

Im Erbrecht muss der Sachverhalt zeitintensiv ermittelt werden. Eine Erstberatung von 30 bis 40 Minuten bringt da nicht viel. Deshalb machen wir eine Erstberatung von 90 Minuten. Sie darf nach dem Gesetz nicht mehr als 190 Euro plus Mehrwertsteuer und Schreib- oder Telefonauslagen kosten.

Vergütungsvereinbarung

Im Anschluss an die Erstberatung besteht die Möglichkeit, ein Honorar nach dem Rechtsanwalts-Vergütungs-Gesetz ein festes Honorar oder ein Stundenhonorar zu vereinbaren.

Testamente

kosten bei uns je nach Schwierigkeitsgrad

  • 250 Euro (sehr einfach, 5 % unserer Testamente)
  • 500 Euro (einfach, 15 % unserer Testamente)
  • 750 Euro  (individuelles Testament, 45 % unserer Testamente)
  • 1000 Euro (mittelschwer 25 Prozent unserer Testamente)
  • 1500 Euro (sehr schwer, 5 Prozent unserer Testamente)
  • ab 2000 Euro (sehr aufwändig und sehr schwer, 5 % unserer Testamente)

Die Honorarvereinbarung darf bei einer gerichtlichen Tätigkeit jedoch nicht unter der gesetzlich vorgeschriebenen Gebühr des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes liegen.

Das Pauschalhonorar bzw. meine Stundensätze variieren je nach rechtlicher Fragestellung, Schwierigkeit der Angelegenheit, Haftungsrisiko, Gegenstandswert, Bedeutung für den Mandanten und dem Umfang der Tätigkeit. Das jeweilige Honorar wird individuell, für jedes Mandat gesondert mitgeteilt.

Anwaltshonorar bei Gerichtsverfahren nach dem Gesetz

Einen hervorragenden Vergütungsrechner für die Anwalts- und Gerichtskosen wie auch das Prozesskostenrisiko finden Sie unter www.anwaltskostenrechner.de

Die Höhe der gesetzlich vorgeschrieben Vergütung richtet sich in den überwiegenden Fällen nach dem wirtschaftlichen Wert der Angelegenheit (Gegenstandswert) und der Art bzw. des Umfangs der anwaltlichen Tätigkeit (Gebührensatz).

Je nach Art und Umfang der anwaltlichen Tätigkeit können beispielsweise folgende Gebührensätze anfallen:

Außergerichtliche Tätigkeit:

Schreiben einfacher Art (Nr. 2402 VV)  0,3 Gebühr
Geschäftsgebühr (Nr. 2300 VV) 0,5 bis 2,5 Gebühr
Einigungsgebühr (Nr. 1000 VV) 1,5 Gebühr

 

Prozessgerichtliche Tätigkeit:

Verfahrensgebühr (Nr. 3100 VV) 1,3 Gebühr
Terminsgebühr (Nr. 3104 VV) 1,2 Gebühr
Einigungsgebühr (Nr. 1003 VV) 1,0 Gebühr
Verfahrensgebühr Berufung (Nr. 3200 VV) 1,6 Gebühr

 

Nachlassgerichtliche Tätigkeit:

Erbscheinsverfahren 1,3 Gebühr
Beschwerdeverfahren (eingeschränkte Tätigkeit) 1,1 Gebühr
Beschwerdeverfahren  (umfassende Tätigkeit) 1,6 Gebühr

 

Eine 1,0 Gebühr (Gebührensatz) beträgt beispielsweise für einen Gegenstandswert bis:

Gegenstandswert                        1,0 Gebühr
10.000 € 558,00 €
25.000 € 788,00 €
50.000 € 1.163,00 €
110.000 € 1.503,00 €
155.000 € 1.758,00 €
200.000 € 2.013,00 €
350.000 € 2.613,00 €
500.000 € 3.213,00 €
750.000 € 3.963,00 €
1.000.000 € 4.713,00 €
2.500.000 € 8.996,00 €

Eine vollständige Gebührentabelle finden Sie auf den Seiten der Bundesrechtsanwaltskammer.

Beim Prozess um 100.000 Euro kostet Ihr Anwalt 3.757 Euro netto

Bei einem zivilrechtlichen Streit ohne außergerichtliche Tätigkeit fallen z.B. regelmäßig eine Verfahrensgebühr und eine Terminsgebühr an. Damit wäre ein Gebührenwert von 2,5 (1,3 + 1,2) verbunden. Die Nettovergütung des Rechtsanwaltes wird ermittelt, indem man den Gebührenwert mit der vom Streitwert abhängigen Gebühr multipliziert. Bei einem angenommenen Streitwert von 100.000 € würde eine (1,0 ) Gebühr 1.503,00 € zzgl. Umsatzsteuer betragen.

Somit würde sich die Nettovergütung auf 1.615 € (2,5 mal 3.757,50 €) belaufen.

Hinzu kommen die gesetzliche Umsatzsteuer, Auslagen und gegebenenfalls Reisekosten.

Bei einer zusätzlichen außergerichtlichen Tätigkeit wird die Vergütung (teilweise) auf die Vergütung für den Prozess angerechnet.

Zusätzliche Gerichtskosten

Auch das Gericht will bezahlt sein. Es fallen Gerichtskosten an. Die Höhe richtet sich ebenfalls nach dem Gegenstandswert und wird nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) berechnet.

Prozessfinanzierer?

Zur Vermeidung des Prozesskostenrisikos kann versucht werden, ein Prozessfinanzierer mit einzubeziehen. Der Prozessfinanzierer prüft zunächst eigenständig die Erfolgsaussichten der Klage und die (im Erbrecht meist gute) Bonität des Beklagten. Liegen die Erfolgsaussichten nach Ansicht des Prozessfinanzierers bei mehr als 50% so übernimmt er die kompletten Prozesskosten (Gericht, Anwalt, Gutachten, etc.) gegen eine Beteiligung am Erlös der Klage. Wird die Klage gewonnen, erhält der Prozessfinanzierer seinen Anteil. Geht die Klage verloren, so übernimmt der Prozessfinanzierer sämtliche Kosten.

Erbrechtkanzlei Ruby & Schindler – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 63450

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Über Gerhard Ruby 3979 Artikel
Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Mediator (DAA), zertifizierter Testamentsvollstrecker (DVEV), geb. am 09.06.1960 . In allen Focus-Anwaltslisten (2000, 2002, 2013, 2014, 2015) und in der Wirtschaftswoche (2009) als Top-Anwalt im Erbrecht empfohlen.